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Einwohnerzahlen steigen stetig

Bürgermeister Alfons Sittinger bei seinen Ausführungen. (Foto: Angelika Gabor)

Bürgerversammlung: Rathauschef präsentiert positive Zahlen – Mit Steuerkraft an der Spitze

Der Markt Arnstorf wächst, Bauplätze sind begehrt und die Kreisumlage hat einen neuen Höchstwert erreicht, was für hohe Gewerbesteuereinnahmen spricht. Durchwegs positive Zahlen konnte Bürgermeister Alfons Sittinger bei der sehr gut besuchten Bürgerversammlung präsentieren.

Bald ist sie geknackt, die 8 000er-Marke der Einwohnerzahlen. Glaubt man den Prognosen, so soll der Markt bis 2030 ein weiteres Plus von 16 Prozent verzeichnen können. Investiert hat die Kommune 7,3 Millionen Euro, vor allem in Straßenbaumaßnahmen, den Grunderwerb, Neubau des Rad- und Wirtschaftswegs bis Wabach, Erschließungsmaßnahmen, den Ausbau der Abwasserbeseitigung, die Techniksanierung in der Kläranlage und in den Breitbandausbau. Große Brocken sind die Investitionen in den Brandschutz mit 740 000 Euro und in die Schulen mit 752 600 Euro. Größte Einnahmequelle ist mit 6,2 Millionen Euro die Gewerbesteuer. Die Kehrseite der Medaille ist die abzuführende Kreisumlage, die erneut um 578 900 Euro auf 4,7 Millionen Euro stieg, das entspricht einem Drittel des gesamten Verwaltungshaushalts. Als weitaus kalkulierbarer bezeichnete Bürgermeister Sittinger die Einkommenssteuerbeteiligung, die bei 3,3 Millionen Euro liegt. Mit der Steuerkraft je Einwohner (1 492 Euro) liegt Arnstorf erneut an der Spitze des Landkreises, die Realsteuersätze bleiben unverändert niedrig. Der Schuldenabbau erfolgt stetig, die Zinsausgaben beanspruchen nur ein Prozent des Verwaltungshaushalts. Die Zahl der Geburten in Arnstorf steht mit 173 den 79 Sterbefällen gegenüber.

Schwieriges Jahr für die Wasserversorgung

Für die Wasserversorgung sei es ein schwieriges Jahr gewesen. Die anhaltende Trockenheit, der gestiegene Bedarf in der Gartenbewässerung und Lieferschwierigkeiten beim Zweckverband Oberes Kollbachtal ließen die Vorräte im eigenen Hochbehälter teils dramatisch sinken. „Wir befürchteten schon, dass der Betrieb im Freibad eingestellt werden muss. Doch dank der Kenntnisse unseres Bademeisters Josef Zitzelsberger kam es zu keinen Schließtagen“, merkte Sittinger an. Umso wichtiger sei es, ein zukunftsträchtiges Wasserbeschaffungskonzept auszuarbeiten.

Komplett überplant ist die Gemeinde in Sachen Breitbandausbau. Leider hätten Ausschreibungen oft keine vernünftigen Angebote gebracht. Deshalb gebe es Verzögerungen in manchen Gemeindegebieten. Nach Abschluss des Bayerischen Förderverfahrens werden 92 Prozent der Haushalte über 30 Mbit/s verfügen. Heiß begehrt sind Baugrundstücke in Arnstorf und den Eingemeindungen. Im Triefeldener Feld werden deshalb 2019 22 weitere Bauparzellen erschlossen.

Der Gewerbepark Kollbachtal wird wegen der veränderten rechtlichen Grundlagen alleine entwickelt. „Wir hätten das Gewerbegebiet gerne, wie geplant, zusammen mit Roßbach umgesetzt, doch nach der Anhörung bei der höheren Landesstelle hat eine Umsetzung nur eine Chance, wenn der Markt Arnstorf es alleine in die Hand nimmt“, betonte Sittinger.

Als grandiose Gemeinschaftsleistung bezeichnete der Rathauschef den Bau des Dorfgemeinschaftshauses Mitterhausen. Der Zuschuss (168 000 Euro) sei gut angelegt, zumal alle Dorfvereine und die Pfarrei an einem Strang ziehen und die Eigenleistung der freiwilligen Helfer vorbildlich sei. In Sachen Kultur und Freizeitgestaltung nannte Sittinger die Ausrichtung des Familienfestes des Landkreises, bei dem 700 Mitwirkende aus 54 Vereinen und Organisationen ein gelungenes Event für Massen an Besucher gestalteten. Konzerte von Arnstorf Classics zum Neujahr und im Sommer wertete er als vollen Erfolg. Nun stehe das Mittelalterfest (14. bis 16. Juni 2019) auf dem Plan. Es liegt ein verändertes Konzept vor, neue Gruppen haben sich angesagt, die 600 -Jahrfeier der Markterhebung ist zudem ein Glanzlicht.

Voll belegt sind die kommunalen Krippen- und Kindergartenplätze. An der Grundschule werden 205 Schüler in neun Klassen unterrichtet, an der Closen-Mittelschule 248 Schüler in zehn Klassen und an der Realschule 689 Schüler in 30 Klassen. Der Zusammenschluss der eigenständigen Volkshochschulen Rottal-Inn West, Arnstorf und Simbach am Inn zum Verbund Rottal-Inn habe keine finanziellen Gründe, zumal die Vhs Arnstorf erneut steigende Zahlen vorweisen kann. Vielmehr haben sich die staatlichen Förderregeln geändert. Nur bei einem Verbund werde die geforderte Teilnehmerdoppelstundenzahl von 30 000 erreicht.

„Sicherlich fruchtbringend wird die künftige Städtepartnerschaft mit Eybens werden. Im kulturellen Bereich sind erste Fäden gesponnen. Nun gilt es die Partnerschaft auf- und auszubauen“, bekräftigte Bürgermeister Sittinger.

(Quelle: LZ 04.12.2018)