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Furioses musikalisches Geleit ins neue Jahr

Ein Glanzlicht zu Beginn des Konzertes mit den Solisten Leo Reckziegel und Moritz Haase. (Foto: Gabor)

Sie sind die Erfolgsgaranten: (v.r.) Orchesterleiterin Stanislava Klinzing, Arrangeur und Solist Simon Csokan und Konzertmeisterin Christina Schwarz. (Fotos: Gabor)

Paul Klinzing im Duett mit Melina Witt. (Foto: Gabor)

Mit Blumen, Wein und "Süßem" bedankte sich Bürgermeister und Moderator Alfons Sittinger bei den Solisten des Neujahrskonzerts (Foto: Machtl)

Stehende Ovationen für Arnstorf Classics beim Neujahrskonzert im Wasserschloss

Auf klassischen, populären und tänzerischen Schwingen geleitete Arnstorf Classics die Besucher des Neujahrskonzerts in das gerade begonnene Jahr 2019. Der gute Ruf eilt dem Orchester voraus und so war der Festsaal des Wasserschlosses Mariakirchen bis zum letzten möglichen Platz – Fensterbänke eingeschlossen – besetzt. Rund 90 Minuten stellten die Musikschüler um Stanislava Klinzing ihr hervorragendes Musik- und Harmonieverständnis unter Beweis und ernteten nicht nur anerkennende Bravorufe und Zwischenapplaus, sondern am Ende stehende Ovationen für eine geradezu perfekte Darbietung und gelungene Musikauswahl.

Die Rahmenbedingungen hätten nicht besser sein können. Eine überaus motivierte Klinzing am Taktstock, die für Motivation, Präzision und Talenterkennung steht. Ein Arrangeur und Pianist Simon Csokan, dessen musikalisches Können längst kein Geheimnis mehr ist. Eine gereifte Konzertmeisterin Christina Schwarz, die nicht nur die erste Geige im Fluss hält. Jede Menge frische Talente, die als Solisten in ihrer Aufgabe über sich hinauswachsen. Als Ouvertüre eröffnete das Orchester mit Mozarts Hochzeit des Figaro das fulminante Geleit ins neue Jahr. Bürgermeister Alfons Sittinger agierte als Moderator und gab in den Segmente der klassischen, populären und Tanzmusik Hinweise zu Komponisten und Kompositionen. Gleich zu Beginn überzeugten Moritz Haase und Leo Reckziegel beim Querflötensolo beim Badinerie aus Johann Sebastian Bachs Suite Nummer zwei. Evelyn Erbes und Johanna Hutterer ließen gefühlvoll ihre Bögen über die Saiten bei Max Bruchs Doppelkonzert für Violine und Bratsche gleiten. Neu in den Reihen der Solisten war Tobias Beiler am Violoncello. Dem Adagio in G-moll für Orgel und Orchester von Tomaso Albinoni verlieh er einen verdienten Ehrenplatz im Segment der klassischen Musikgrüße. Glänzend auch der Auftritt der jungen Viola Schoenenwald, die bei Bachs Konzert für Violine in G-dur die anspruchsvollen Soloparts meisterte. „Die Nacht auf dem kahlen Berge“ heißt ein Werk aus der Feder des Russen Modest Petrowitsch Mussorgski. Es ist ein musikalischer Hexenritt in der Johannisnacht, den Arnstorf Classics lebendig zum Musikohr führten. Besonders bei diesem Stück war es wohl Hexenmeisterin Stanislava Klinzing die Bögen und Schlagzeug zum mystisch anmutenden Klangerlebnis machten. Mit Boccherinis Fandango tanzte das Orchester mit dem Publikum in die Pause, appetitmachend auf das folgende Programm.
Dass Arnstorf Classics nicht nur klassisch kann, sondern dem Orchester auch Popmusik steht, zeigten die Musiker bei ihrer Interpretation des Kuschelhits „Can't help falling in love“. Sister Act machte „I will follow him“ zum Welthit, die Orchestermusiker sicherten sich damit weitere „Follower“ in allen Generationen. Mit „A thousand years“ war dann auch ein Gänsehautmoment sicher. Aus der kindlich gesanglichen Überraschung Paul Klinzing von einst ist ein respektabler Tenor gewachsen. Für „Where the wild roses grow“ holte sich der Sohn der Orchesterleiterin mit Melina Witt eine Altstimme an die Seite. Zusammen betörten sie das Publikum wie einst Nick Gave und Kylie Minoque. Mit dem „Final Countdown“ war längst noch nicht der Endpunkt gesetzt, denn nun ging es mit dem Walzer A-dur von Brahms und der jungen Nachwuchspianistin Victoria Khidrova ins Tanzfinale. Was bei einem Simon Csokan als Solist am Akkordeon mitreißend spielerisch beim Zuhörer ankommt ist sicherlich die geballte Paarung von Talent und harter Arbeit. Bei der Zigeunersuite von Wilhelm Bernau wähnte sich das Publikum gutgelaunt in der Pusta und bekam bei den „Erinnerungen an Bartfeld“ einen erhofften Akkordeonzuschlag des jungen Tastenjongleurs. Als lautstark geforderte Zugabe servierte das Orchester noch einen ungarischer Csárdás.
Am Ende gab es jede Menge Blumen, Wein und Pralinen für die Soloprotagonisten. Ein Dank galt auch dem Hausherrn Hans Lindner, nicht nur für die Räumlichkeiten, sondern vor allem für die finanzielle Förderung des Orchesters Arnstorf Classics. Den hörbaren Beweis dafür, dass dies eine lohnenswerte Investition in die musikalische Bildung ist, hat Arnstorf Classics einmal mehr eindrucksvoll erbracht.
(Quelle: LZ 08.01.2019)